#letmeworkit: Teuer vs. Günstig – welche Sportklamotten soll ich tragen?

15. Dezember 2017 von in ,

Hoodie, Sneaker, Springseil

Sport zu treiben ist für die meisten ja eher so das Übel, das sein muss. Dass man gerne mal in die hinterste Ecke des Gehirns schiebt, wo der Sport dann verstaubt, bis er wieder herausgekramt wird, weil „es jetzt doch echt mal Zeit wird“. Dass Sport so viel mehr ist, man Sport ganz gut in seinen Alltag intergrieren kann und mehr als nur Körper formen ist, hab ich euch hier schon erzählt. Was mir bei der Motivation hilft: schöne Sportklamotten. Ist vielleicht ein bisschen so ein Mode-Ding, aber ich wollte nie in schluffiger Jogginghose zum Laufen gehen, sondern professioneller aussehen, als ich es war. Sieht wahrscheinlich auch erstmal zum Totlachen aus, wenn man vollausstaffiert hechelnd gerade so einen Kilometer schafft, aber die Motivation überhaupt rauszugehen war dann viel größer. Unsummen wollte ich natürlich auch nicht ausgeben, also ging’s fix in die H&M Sportabteilung und dann zum Laufen.
Wer so regelmäßig Sport macht wie ich steht kurz oder lang aber irgendwann vor der Entscheidung: Investiere ich jetzt in Sportbrands? Kaufe ich teure Sportkleidung oder kann ich weiterhin die günstigere kaufen?

Kurz gesagt: Ich besitze von allem etwas – aber ich gebe euch heute einen Einblick, wann es sich lohnt, ein paar Euro mehr auszugeben, und wann nicht. Und die richtigen Sportfreaks muss ich wohl enttäuschen: Bei mir zählt neben der Bequemlichkeit und Funktionalität beim Sport immer auch der Look. Vielleicht sogar mehr als im Alltag. Denn: M o t i v a t i o n.

Sportklamotten:

Angefangen habe ich tatsächlich mit den Sportklamotten von H&M, Mango oder Gina Tricot. Alle drei kann ich bis heute uneingeschränkt empfehlen. Meiner Erfahrung nach waren die Laufttights der Retailer genauso gut, wie die der Sportbrands. Aber auch hier habe ich Favoriten: Adidas, Nike, Puma oder Reebok finde ich mega, gleichzeitig setze ich hin und wieder auch auf die Outerwear von Peak Perfomances oder Bench. Denn letztere halten wirklich gut warm.
Mein klassisches Sportoutfit zum Joggen oder HIIT-Training besteht meistens aus einer Tight (günstig oder teurer), einem ganz normalen Tshirt sowie einem Hoodie. Hier benutze ich tatsächlich keine Marke und liebe die weiten Hoodies von Weekday. Drüber kommt jetzt im Winter noch eine Jacke. Ansonsten mag ich tatsächlich lieber weiche Hoodies als Funktionskleidung. Aber ich schwitze auch grundsätzlich eher sehr wenig. Nur im Winter greife ich auch mal zu meiner Skiunterwäsche. Bei Jacken besitze ich eine von H&M, die mega warm hält, genauso aber auch eine von Bench. Beide sind super ausreichend und kosten kein Vermögen.

Einzig bei Yoga achte ich noch ein bisschen mehr auf Bequemlichkeit, Wohlfühlfaktor und auch Herkunft. Ich würde am liebsten alle meine Sportklamotten fair kaufen, denn gerade im Sportbereich gibt es viele faire Labels, die auch im Preissegment von Nike & Co. mitspielen. Hier versuche ich immer öfter, fair zu kaufen. Beispielsweise bei meinen Yoga-Tights. Hier besitze hier unter anderem Hosen von Hey Honey oder Mandala Yoga Wear. Ansonsten heißt es auch hier: Kuschelpulli. 

Ich persönlich finde, man kann gerade am Anfang wirklich auf die Sportkleidung der Retailer zurückgreifen, weil sie wirklich gut sind. Meine Wintertight ist seit zwei Jahren eine von H&M. Auch die Langlebigkeit ist hier oftmals genauso gut, wie von den bekannten Sportbrands. Im Look stehen sie den ganzen sowieso nicht mehr nach. Ansonsten achte ich gerade bei Oberteilen gar nicht auf Brands. Hier ist es mir persönlich wirklich egal.
Fazit: Günstig oder teuer – hier kann man ruhig auch nach Geschmack wählen und wie man sich am wohlsten fühlt. Wer viel schwitzt, braucht vielleicht eher eine Funktionskleidung, wer es unkompliziert mag, greift zum Hoodie.

Sport-Bras:

Anders sieht das jedoch bei Sport-Bras auf. Ich habe viele ausprobiert, einige weitergegeben, weil die Wahl des richten Sport-Bras fast so kompliziert ist, wie die eines richtigen BHs. Hängengeblieben bin ich letztlich dann bei Bustiers von H&M und Adidas sowie Röhnisch Sportswear. Alle bieten einen guten Halter ohne Extra-Polsterung, sind bequem und erfüllen ihren Zweck.

Bei Sport-Bras würde ich immer dazu raten, sich durchzuprobieren. Es ist wichtig, dass man einen Bra findet, der guten Halt gibt, bequem sitzt und nirgendwo zwickt. Hier lohnt es sich definitiv, in ein Sportgeschäft zu gehen und sich beraten zu lassen.
Fazit: ausprobieren und lieber den teuren gut sitzenden Bra nehmen.

Schuhe:

Eine Beratung ist gerade für Läufer auch wichtig. Laufschuhe sind ein Mysterium für sich – und wer regelmässig läuft, sollte unbedingt zum Fachmann gehen und einen Lauftest machen. Ich habe vom jahrelangen Tanzen beispielsweise schnell Krämpfe in den Füßen, wenn die Belastung hoch wird. Eine gute Polsterung und ein guter Halt sind hier dann immens wichtig.

Von günstigen Sportschuhen würde ich immer die Finger lassen. Hier lohnt sich tatsächlich die Investition in einen guten Schuh. Als ich das erste Mal mit meinen Ultraboost gelaufen bin, war das ein völlig neues Lauferlebnis zu meinen vorherigen Schuhen. Plötzlich fiel es mir so viel leichter. Irgendwann war es fast schwer, wieder im Alltag normale nicht so gut gepolsterte Schuhe zu tragen.
Fazit: bei Schuhen unbedingt beraten lassen und in gute Brands investieren.

Equipment:

Bei Sportequipment wie Yogamatten, Springseil oder Bändern zeigt sich schnell, was gute Qualität ist. Hier kaufe ich eigentlich immer auf Empfehlung von Trainern, Freunden oder anderen Yogis. Denn selbst die coolste Yogamatte bringt mir nichts,wenn ich auf ihr herumrutsche. Auch ein Springseil macht keinen Spaß, wenn es sich nur verheddert. Aber auch hier heißt es: Augen auf. Ich besitze super gute Yogamatten, die völlig ohne Brand daherkommen und dementsprechend kein Vermögen gekostet haben. Meine Sportsachen schmeiße ich in einen Turnbeutel von H&M. Meine Trinkflasche ist von BeVivivid, meine Sportsocken von Tchibo.
Fazit: Bei Sportequipment Freunde fragen, was sie empfehlen können. Weniger Instagram-Hype-Sachen kaufen, sondern gucken, was sich wirklich bewährt. Im Yoga-Studio fragen, welche Matten gut sind. Und so weiter…

Ich weiß, dass es auch Sportarten gibt, bei denen gute Brands sehr wichtig sind. Beim Bergsteigen darf man beispielsweise nicht auf gute Bergschuhe verzichten. Gleichzeitig gibt es eben Sportarten, bei denen man eigentlich nicht viel braucht. Bei denen es auch ums Wohlfühlen geht – und die Funktionskleidung gut, aber nicht notwendig ist. Wo das Anfangen, das Bewegen, wichtiger ist, als das „was ziehe ich an?“. Aber es gibt sicherlich Sportler, die ohne ihr liebstes Brand gar nicht erst trainieren, aber außer bei den Schuhen bin ich tatsächlich eher ein Sport-Chamäleon. Und wie macht ihr es? Tragt ihr nur Brands? Welche Kleidung könnt ihr empfehlen?

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6 Antworten zu “#letmeworkit: Teuer vs. Günstig – welche Sportklamotten soll ich tragen?”

  1. Selten so häufig das Wort Brand in einem Text gelesen – und damit ist nicht das Feuer gemeint, sondern das Marke.
    Bei Klamotten ticke ich so wie du. Da ist mir am wichtigsten, dass sie gut sitzen, gut verarbeitet sind, der Stoff eine gute Qualität hat und alles dazu auch noch gut aussieht. Da brauche ich keine Marken und auch keine Funktionsklamotten.
    Bei meinem Equipment investiere ich dagegen schon in Markenhersteller – weil mir mein Gehirn sagt, dass die Geräte da besser durchdacht, besser designt, besser getestet, insgesamt besser funktional sind.

    • Haha – da hast du Recht. Ich gehe nochmal drüber, das deutsche Wort Marke tut es genauso:) Nenn es Berufssprache :)
      Stimmt, deinen Gedankengang bei Equipment habe ich auch immer :) deswegen höre ich da gerne auch auf Trainer!

  2. Hallo liebe Antonia,
    Erstmal Danke für deinen Artikel, ich freue mich sehr das du hier so zum Sport anregst
    und mich persönlich motiviert das immer öfters, mal wieder meine Laufschuhe zu schnüren.
    Besonders schön finde ich deinen Ansatz, Sport nicht nur als Mittel „gegen den Körper“ zu sehen,
    sondern eben als Wohltat, als Belohnung. Mit dem Hintergedanken schaffe ich es nun immer öfter vor die Tür um eine Runde zu rennen. Und das alleine ist göttlich!

    Leider finde ich es ganz naja, daneben zu behaupten, es sei „gelinde gesagt unmöglich“, Sportklamotten fair zu kaufen. Da empfehle ich dir eine etwas gründlichere Recherche, gerade auch weil du dem Leser hier suggerierst es gäbe keine (bezahlbaren) Alternativen. Denn gerade im
    Sport gibt es viel, was preislich vergleichbar ist mit herkömmlichen Brands, zumindestens
    im Preissegment von Nike und co!

    Beste Grüße, Josephine

    • Liebe Josephine!

      Danke für deinen Kommentar – und dein Lob!
      Deine Kritik kann ich nachvollziehen – und stimme dir auch zu. Es gibt gerade bei Sportmarken viele faire Labels, die im Preissegment von Nike und Co. auch erwerbbar sind. Aber beispielsweise bei Schuhen finde ich es schon sehr sehr viel schwieriger. Aber ich formuliere es gerne um – ich will natürlich nicht suggerieren, dass es unmöglich ist. Da war die Formulierung tatsächlich falsch. Aber für viele Menschen ist (leider) auch schon ein Preisniveau von Nike & Co. nicht erschwinglich. Und sicherlich somit auch das Kaufen von Sportkleidung schon schnell ein Hindernis. Hier wollte ich zu Motivationsgründen eben zeigen, es reicht auch erstmal die Hose von Tchibo (die dann leider nicht fair ist).

      Beste Grüße!

      • Was für eine tolle Reaktion, gerade diese Suggestion war nämlich meine Sorge! Einfach damit dieser „Es gibt keine fairen Alternativen“ Quark mal aufhört! Danke dafür!
        Gerade bei Sportschuhen muss ich dir zustimmen, da ist eine Expertenmeinung unabdingbar und im Internet bestellen wird somit unmöglich! Als Kölnerin habe ich mit dem Sportschuhlabel Lunge eine faire Alternative gefunde zu herkömmlichen Schuhen, allerdings würde ich ohne Beratung auch lieber in einem normalen Sportgeschäft kaufen, als im Internet!
        Verurteilen wollte ich niemanden, der H&M Sportklamotten kauft, nur eben die anderen Möglichkeiten sichbar machen!

        Beste Grüße zurück und ein tolles Wochenende.

        • Liebe Josephine!
          Deine Kritik war total berechtigt – danke nochmal dafür! Manchmal schreibt man einfach vor sich hin – und merkt gar nicht, ob das, was man sagen will, auch richtig ankommt!

          Das faire Schuhlabel werde ich mir mal genauer ansehen :)

          Ein tolles Wochenende!

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